RUCKSACK
Neben den Schuhen wohl der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Dein Freund und Begleiter sowohl bei schönem als auch bei schlechtem Wetter. Entsprechend sollte man sich bei der Evaluation Zeit lassen.
Die Auswahl an Hersteller (Gregory, Lowe Alpine, Mammut, Tatonka, Wolfskin….) alleine ist schon ziemlich gross und jeder Hersteller hat zusätzlich noch diverse Modelle im Angebot. Das heisst man sollte sich bereits im Voraus gewisse Eckpunkte festlegen welche der Rucksack erfüllen soll um das Angebot einzuschränken. Wir haben uns diesbezüglich erst einmal auf das Volumen (mindestens 70 bzw. 60 Liter) und ein grosse Frontaleingriff-Möglichkeit über die Vordertasche in das Hauptfach festgelegt.
Mit diesen zwei Muss-Kriterien konnte die Auswahl, welche in erster Instanz nur über Kataloge und/oder über das Internet stattgefunden hatte, zumindest mal auf zehn verschiedene Modelle reduziert werden. Jetzt ging es darum sich mal die ersten Modelle 1:1 anzuschauen und auszuprobieren.
Aus den ausgewählten Modellen haben wir uns deren sechs vorgeknöpft und auf Tragkomfort, Funktionalität, Qualität und Sonstiges untersucht und miteinander verglichen (es ist empfehlenswert, dass man sich Läden aussucht, welche mindestens zwei der in Frage kommender Modelle im Angebot haben, um diese gleich vor Ort miteinander vergleichen zu können. Dies ist viel einfacher, als wenn man die Vor- und Nachteile nachher gegeneinander abwägt). Aufgrund der neu daraus gewonnen und bereits vorhandenen Daten konnten erneut diverse Modelle ausgeschieden und eine Reduktion auf noch sechs in Frage kommende Modelle vorgenommen werden.
In einer erneuten Evaluationsrunde ging es darum, die diversen sonstigen Funktionen gegeneinander abzuwägen und aufgrund von persönlicher Einschätzungen zu gewichten: so zum Beispiel stellte sich die Frage, ob Seitentaschen notwendig oder aber Einstecktaschen ausreichend seien. Auch die Frage ob ein Daypack am Rucksack vorhanden sein müsse, oder aber dieses nicht allenfalls auch separat mitgenommen werden könne wollte beantwortet werden (wir haben uns diesbezüglich dazu entschieden, ein Daypack separat mitzunehmen).
Nach längerem Hin- und Her, Abwägen der Pros und Cons und subjektiver Gewichtung konnte eine erneute Reduktion der in Frage kommender Rucksäcke vorgenommen werden. Konkret standen noch deren drei Modelle zur Auswahl: von Wolfskin die Modelle „Trailhead II“ und „Trailbalance II“ und von Lowe Alpine der „Cerro Torre“.
Alle diese Modelle erfüllten die von uns gestellten Muss-, qualitativen- und komfort-Kriterien. Entsprechend ging es jetzt darum die sonstigen vorhandenen Vorzüge und Nachteile gegeneinander abzuwägen um einen letzten Entscheid zu fällen. Da diese drei grundsätzlich die gleichen Bedingungen mit sich brachten:
- Frontaleingriff
über die Vordertasche
- Hauptfach mit Reissverschluss-Unterteilung zum Schlafsackfach
- Höhenverstellbare- und ausziehbare Deckeltasche
- Zwei Seiten(-steck)taschen
- Interne und externe Kompressionsriemen
- Diverse äussere Befestigungsschlaufen
- Volumen zwischen 75 und 85 Liter
hatte der Entscheid aufgrund des Trag- und Laufkomforts zu fallen. Hierzu ist zu sagen, dass mir der „Cerro Torre“ grundsätzlich am besten am Rücken gelegen hat, knapp vor dem „Trailhead II“ und dem „Trailbalance II“, aber aufgrund des gebotenen Tragkomforts und Bewegungsfreiheit der „Trailbalance II“ das Rennen gemacht hat; denn schliesslich ist man ja grundsätzlich in Bewegung wenn man den Rucksack umgeschnallt hat.