Von Oahu nach Big Island

Tag 100 (93), 04. September 2004 / Los Angeles - Hawaii (Oahu)
Wir stehen um 08:00 Uhr auf, Frühstücken zusammen mit Randy (welcher jedoch gleich zur Arbeit muss) und Quin. Das Ganze zieht sich ein bisschen dahin (Abschied nehmen ist nicht ganz Einfach) bis wir schliesslich um 09:30 Uhr losdüsen. Quin hat uns noch angeboten, dass er uns nach Hawaii vom Flughafen abholen kommen würde; aber da wir noch immer nicht so genau wissen was nach Hawaii laufen wird, können wir auch hier nicht definitiv zusagen, werden ihn jedoch so bald als möglich informieren.
Bezüglich der Autorückgabe finden wir die entsprechende Strasse auf Anhieb; aber da diese plötzlich wieder aufhört, müssen wir wider zurückfahren und es von der anderen Seite versuchen. Beim ersten Mal fahren wir vorbei, da von der Strasse absolut keine Beschilderung zu sehen ist. Schlussendlich finden es wir beim dritten Anlauf; sind jedoch nur knapp zu spät (5 Minuten). Das Ganze geht grundsätzlich reibungslos über die Bühne, nur als sie uns jedoch US$ 280.-- für die defekte Windschutzscheibe in Rechnung stellen, wollen werden wir etwas stutzig. Da wir diesbezüglich jedoch nicht allzu viel Ahnung haben und grundsätzlich gut behandelt wurden vertrauen wir Ihnen, dass es sich hierbei um einen fairen Preis handelt. Als sie uns dann aber auch noch das Benzin für einen Tank verrechnen wollen (wir haben ihn voll in Empfang genommen und nachdem man uns bei der Übergabe mitgeteilt hat, dass man ihn leer zurückbringen kann, haben wir dies selbstverständlich auch so gemacht) motzen wir entsprechend bis sie nachgeben.
Kurz darauf werden wir von Ihnen zum Flughafen bzw. bis zur Airport Shuttle Station gefahren. Unterwegs macht unser Fahrer das Radio an und wir bekommen zu hören, dass der Flughafen von Los Angeles im Moment geschlossen ist und keinen Autos Zufahrt gewährt wird! Nun, wir spekulieren, dass wir möglicherweise mit dem Bus Vorrang haben werden - NOT! Bei der Busstation treffen wir auf Leute welche schon seit 2 1/2 Stunden hier warten und bereits deren Flug verpasst haben. Wir spekulieren weiter und gehen davon aus, dass wir genügend Zeit haben und unseren Flug erreichen werden; wir sind hier um ca. 10:30 Uhr angekommen und unser Flug geht nicht vor 15:45 Uhr.... Wir quetschen unser Gepäck in einen der vordersten Busse und warten..... Währenddessen wird um uns herum heftigst über die Ursache spekuliert welche von Überlastung bis zu Bombenalarm gehen (Schlussendlich hat es sich anscheinend um eine Folge von unglücklichen Ereignissen gehandelt: ein Tourist hat sich in eine Falsche Zone begeben was einen Alarm ausgelöst hat und kurz darauf sei noch eine Taschenlampe explodiert, welches 8 Personen leicht verletzt habe). Whatever.
Unglaublich aber wahr, nach ca. einer halben Stunde sind wir bereits in Richtung Flughafen unterwegs, im stockenden Kolonnenverkehr, aber immerhin. Wir sind entsprechend on time am Flughafen und haben sogar noch Zeit etwas kleines zu Futtern; viel mehr kann man hier gar nicht mehr machen nach dem man die Gepäckkontrolle passiert hat. Wir fliegen pünktlich los und kommen auch pünktlich in Oahu an. Wir rufen den Shuttle an, welche uns für US$ 6.00 pro Person zur Waikiki Beachside Hostel fährt; hier haben wir für eine Nacht ein 8er-Zimmer gebucht, da unser Campingplatz an der North Shore bereits um 19:00 Uhr schliesst, was wir unmöglich schaffen können (ca. 1 1/2 Stunden Bussfahrt). Wir checken also für USD 20.00 Pro Person und Nacht ein und müssen zuerst mal leer schlucken als wir unser Zimmer betreten: Grundsätzlich haben wir so etwas erwartet was den Raum betrifft, aber er kommt doch ziemlich heruntergekommen und schmutzig daher; auch das WC macht nicht gerade den gepflegtesten Eindruck. Zum Glück (?) sind die 8 Betten durch eine Tür in zwei 4er Zimmer unterteilt, so ist nicht die ganze Unordnung ersichtlich. Logischerweise sind die Betten im hinteren Raum bereits belegt, so dass wir unsere Betten im vorderen, bei der Tür und Küche beziehen. Na ja, ist ja nur für eine Nacht........
Um unseren Schock zu verdauen, machen wir am Abend noch einen Spatziergang an der Waikiki Beach Promenade entlang und geniessen den lauen Sommerabend. Überraschenderweise kommt die Promenade des wohl bekanntesten Strandes von Hawaii ziemlich gepflegt und schön daher. Zwischen der Hauptstrasse und dem Strand hat es einen ziemlich breiten Streifen mit Brunnen, Rasen, Palmen und diversem anderem Grünzeug. Es ist auch nicht all zu crowded, was wohl aber mehr mit dem Ende der Saison als mit der Beliebtheit zu tun hat. Zur Unterhaltung haben sie noch zwei riesen Leinwände aufgestellt, wo sie an gewissen Abenden ab 19:00 einen oder zwei Filme abspielen. Wir nehmen noch kurz einen Schlummertrunk zu uns und informieren uns sowohl über die Insel als auch über was wir hier alles zu unternehmen gedenken. Danach geht es ab in unser Nachtlager...

Tag 101 (94), 05. September 2004 / Hawaii (Oahu)
Wir erkundigen uns zuerst über eine mögliche Auto- oder Töffmiete. Leider ist beides ein bisschen teuer; für eine Vespa verlangen sie praktisch gleich viel wie für ein Auto. Gegen 08:00 Uhr versuchen wir bei Samantha und Rafael (Sie ist die Tochter von Pat und Larry, die wir in Vancouver kennen gelernt haben) anzurufen um uns zu erkundigen ob sie allenfalls Zeit hätten uns ein bisschen auf Oahu herumzuführen. Raphael nimmt ab, ist aber nicht sicher ob sie morgen Zeit haben. Da Samantha noch schläft, machen wir ab, dass wir in 2 Stunden noch einmal anrufen. Wir bummeln entsprechend gemütlich zurück zu unserem Hostel wo wir nochmals bei Samantha und Rafael anrufen, welche uns mitteilen, dass sie zwar keine Zeit für uns haben, aber uns gerne von Waikiki nach North Shore chauffieren würden. Selbstverständlich gehen wir darauf ein und machen ab, dass wir uns in ca. einer Stunde vor dem Hostel treffen. Während der Wartezeit gehen wir ins Internet um das Surfhouse in North Shore für die nächsten 2 Nächte zu buchen. Online ist dies leider nicht möglich, deshalb machen wir ein Mail, in welchem wir sie informieren, dass wir gegen Mittag dort aufkreuzen werden (per Telefon sind sie erst gegen 11:00 Uhr erreichbar.
Mit etwas Verspätung trifft Rafael beim Hostel ein und wir machen uns auf den Weg. Nachdem wir nach einigen! unfreiwilligen Umwegen beim Surfhouse ankommen, hat es leider kein Platz mehr für unser Zelt (sie habe die Mails noch nicht gelesen und vor ca. 30 Minuten den letzten Zeltplatz vergeben!!), so müssen wir im Dormitory (kleine Hütte mit 3 doppelstöckigen Betten) für US$ 15.00 pro Person und Nacht übernachten. Wir zahlen mal für eine Nacht in der Hoffnung, dass morgen allenfalls ein Zeltplatz frei werden wird und wir ins Zelt wechseln können (US$15.00 pro Nacht). Nach dem Z'mittag (wir kochen Maccaroni Cheese in der offenen Küche) gehen wir zum Market Center, da es dort ein Internet Café hat. Wir finden ein Cafe wo wir Wireless gratis surfen (wir schalten einfach mal unseren Laptop ein und schauen, ob sie eine passwortgeschützte Verbindung haben. Da dies nicht der Fall ist, kaufen wir uns was zu trinken und surfen ohne deren Wissen). Wir buchen unseren Flug (US$ 148.- inkl. Taxen pro Person mit Aloha Airlines) von Oahu nach Big Island und das Mietauto (US$ 166.- für 1 Woche von Alamo). Da jedoch eine Onlinebuchung mit einer internationalen Kreditkarte nicht möglich ist, "missbrauchen" wir die Adresse von Mano's Austauscheltern in Visalia - thanks. Sollte es klappen, sparen wir insgesamt ca. US$ 100.00; wenn nicht....
Vor, während und nach dem Abendessen unterhalten wir uns noch mit einem älteren Herrn, welcher schon seit einiger Zeit hier oben lebt, über allfällige sehenswerte Sachen und über die Busfahrt nach Honolulu (zum Flughafen für den Inlandflug nach Big Island).

Tag 102 (95), 06. September 2004 / Hawaii (Oahu)
Nach dem Aufwachen wird Mano von einem ca. 15 cm langem Tausendfüssler (Centipede) begrüsst. Ich versuche ihm mit meinem Schuh klar zu machen, dass er hier nicht willkommen ist, aber ich bin zu wenig schnell (kein wunder, bei tausend Füssen ;o). Mit dem Bus machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Polynesian Culture Center. Da dieses aber erst am Mittag öffnet (dieses wird von College Studenten und Studentinnen geführt, welche jeweils am Morgen in die Schule gehen und ca. ab Mittag hier zu arbeiten anfangen). Anscheinend ist dies eine Bedingung damit sie das Stipendium bekommen. Die Meisten müssen nach dem Studium auch wieder nach Hause, Samoa, Cook Island usw. zurückkehren damit der Staat vom erlangten Wissen profitieren kann). Wir machen auf der Hinfahrt einen Stopp in Turtle Bay (gemäss dem älteren Herrn von gestern einer der schönsten Strände, aber ehrlich gesagt haut er uns nicht gerade von den Socken). Wir legen uns da ca. 2 Stunden an den Strand bevor wir weiter gehen.
Im PCC angekommen, können wir von verschiedenen Päcklein wählen. Es gibt den nur Eintritt für US$ 35.- oder solche die die Abendshow, Nachtessen und geführte Touren beinhalten. Wenn wir die Abendshow mit Nachtessen genommen (ca. US$ 78.-), hätten wir 20% Rabatt als Travel Agent erhalten. Da wir aber nicht bis zum Abend bleiben und auch nicht unbedingt so viel Geld ausgeben wollen, nehmen wir den einfachen Eintritt ohne Rabatt. Zuerst schauen wir im IMAXX Kino den Film "Live of the Sea" an, welcher ziemlich interessant ist und vor allem fantastische Bilder zeigt. Danach machen wir als Einstieg eine kurze Bootstour welche uns durch die verschiedenen "Länder" führt. Es gibt im Total 7 Länder: Tahiti, Samoa, Hawaii, Fiji, Osterinsel, New Zealand und Tonga. Jedes dieser Länder informiert in ca. 30 minütigen, unterhaltsamen Shows über sein Land, seine Kultur und Sitten. Wir besuchen zuerst die Samoan-Show, welche zum grölen ist (absolut positiv; das Ganze ist wie eine Comedy Show aufgebaut, in welcher sie sich über sich selber lustig machen aber gleichwohl viel informatives liefern). Die Tonga-Show ist ganz auf deren Trommel-Tradition aufgebaut, wo die Besucher (zumindest deren drei) aktiv mitwirken können und es entsprechend improvisiert-lustig zu- und hergeht. Last but not least besuchen wir noch New Zealand, welches leider jedoch nicht so unterhaltsam daherkommt. Hier werden die Informationen ziemlich trocken wiedergegeben. Wir halten jedoch durch bis am Schluss und kommen da noch in den Genuss des Maori Haka Dance.
Da wir noch vor Sonnenuntergang nochmals ins Internet wollen, machen wir uns um 16.30 Uhr bereits wieder auf den Rückweg. Alles in allem hat sich der Besuch jedoch gelohnt, war es doch unterhaltsam und informativ und das ganze Center ist wunderschön aufgebaut und hergerichtet. Beim Surfhouse angekommen erfahren wir, dass kein Zeltplatz freigeworden ist und wir entsprechend nochmals eine Nacht im Dormitory verbringen müssen (eigentlich haben wir ja damit gerechnet). Nachdem wir die zweite Nacht bezahlt haben, machen wir uns auf den Weg zum Market Center, zu unserem gratis Internet Café. Wir checken, ob wir eine allfällige Nachricht bezüglich unserer Internetbuchungen erhalten haben, was jedoch nicht der Fall ist, schreiben ein paar Mails und surfen ein bisschen rum. Zurück beim Surfhouse machen wir Bekanntschaft mit 2 Deutschen und 3 Dänen und unterhalten uns den ganzen Abend mit ihnen. Von den Dänen erhalten wir noch ein paar Tipps bezüglich Mexico, da sie vor Hawaii dort waren.

Tag 103 (96), 07. September 2004 / Hawaii (Oahu) - Hawaii (Big Island)
Bevor wir uns am morgen auf den Weg machen, kaufen wir dem Dänen den Lonely Planet von Mexico ab und erfahren auch, dass diese Tausendfüssler anscheinend ziemlich aggressiv sind und beissen (soll sich ähnlich wie ein Wespenstich anfühlen...). Glücklicherweise sind wir jedoch heute alleine aufgewacht.... Mit dem Lonely Planet haben wir auf Hawaii eine Lektüre um die langen Strand-Stunden zu überbrücken ;o). Die Busfahrt zum Flughafen dauert mit Umsteigen, Verspätungen und den letzten 500m laufen ca. 2 Stunden (nicht zuletzt auch aufgrund des schweren Gepäcks; Mano: 70 Pfund - ca. 32kg. Für die Weiterreise muss unbedingt "abgespeckt" werden).
Wir machen den Check-In, und......... die Online-Buchung hat wunderbar geklappt, sie brauchen nur noch meine korrekte Adresse, da diese mit der Kreditkarten-Adresse übereinstimmen muss. Danach nehmen wir wieder einen Bus zum USS Arizona Memorial in Pearl Harbour. Der Eintritt ist Gratis aber unser Handgepäck müssen wir für US$ 2.- pro Stück draussen einschliessen. Aus Sicherheitsgründen dürfen absolut keine Taschen (Rucksack, Plastiksack, Fototasche..) mitgenommen werden. Zuerst gibt es einen 20minütigen Film über den Angriff auf Pearl Harbour. Danach geht es mit dem Boot zum USS Arizona Memorial. Ist sehr beeindruckend, denn das Memorial steht genau über dem gesunkenen Schiff, welches man noch sehen kann. Wieder auf dem Festland schauen wir noch kurz ins Museum und gehen dann wieder retour zum Flughafen. Heidi hat vergessen das Sackmesser aufzugeben. Wir haben aber noch genügend Zeit und holen dies noch nach. Nach einer kurzen Flugzeit von 35 Minuten, kommen wir um 17:30 Uhr in Hilo auf Big Island an.  Um 18:00 Uhr nehmen wir unser Fahrzeug entgegen; auch hier hat die Buchung problemlos geklappt. Wir erhalten sogar die Kategorie Intermediate statt Economy. Bevor wir zum Volcanoes National Park fahren, machen wir einen kurzem Shopping Stopp zum Einkaufen von Vorräten für 1 Woche. Als wir beim Volcano NP ankommen, ist es schon dunkel (wird seit Hawaii bereits um 19:00 Uhr dunkel - Sonnenuntergang um 18:30 Uhr). Heidi dachte, der Camping sei im NP, deshalb fahren wir zuerst fälschlicherweise in den NP hinein, wo die Strassen absolut dunkel (wirklich stockdunkel) sind (wir sehen am Tag danach, dass Strasse links und rechts von schwarzer Lava eingesäumt ist). Da der Camping nach einer Weile immer noch nicht auftaucht, schauen wir die Karte genauer an und merken, dass der Camping ausserhalb des Parks ist. Zum Glück hat es noch genügend Platz als wir dann endlich beim Camping ankommen, welcher sogar gratis ist!

Tag 104 (97), 08. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Wir besuchen den Halema'uma'u Crater welcher sich im Kilauea Caldera befindet; Ein Caldera ist nichts anderes als ein Krater ab einer bestimmten Grösse. Wir bekommen einen ersten richtigen Eindruck von den Gewalten welche hier mal gewirkt haben. Mano durchquert den Caldera zu Fuss und macht sich danach auf den Rim Trail, welcher dem Kraterrand folgt auf bis zum Observatory wo wir wieder zusammentreffen. Ein phantastisches Erlebnis über die erstarrte Lava zu wandern. Man sieht alle möglichen Formen: von "fliessender" Lava über Lavaspalten bis hin zu Lava Blatern welche implodiert sind bzw. z. T. noch voll "intakt" sind. Während des ganzen Weges geht ein warmer, relativ heftiger Wind; zum Glück, denn kaum ist der Wind mal weg wird es ziemlich Warm; mit der brennenden Sonne von oben und der schwarzen Lava unten. Der Krater selber ist praktisch tot. Bis auf einige grössere Farne hat es ausser ein paar vereinzelten Gräser praktisch keine Vegetation. Kaum verlässt man jedoch den Krater auf der anderen Seite findet man sich auf dem Aufstieg  zum Kraterrand in dschungelartiger Vegetation wieder. Cool; bzw. heiss ;o)
Nachdem wir wieder zueinander gefunden haben, fahren wir noch den Crater Rim Drive ab, welcher rund um den Kilauea Caldera führt und machen uns dann auf den Weg zum Hilina Pali Overlook, welcher eine schöne Aussicht auf die Küste und Landschaft bietet, aber nicht allzu spektakulär ist. Auf dem Weg zum Ende der Chain of Crater Road will Mano eigentlich unterwegs noch einen Trail abwandern (Heidi ist zu müde) aber plötzlich hat auch er eine Krise :o( und wir machen stattdessen für ca. 1 Stunde Siesta im Auto bis wir uns danach wieder auf den Weg bis zum Ende der Chain of Crater Road machen, wo wir möglicherweise auf offene Lava stossen werden; es wurde uns jedoch gesagt, dass der Vulkan seit ca. 2 Monaten zu wenig Druck habe um die Lava bis hinunter zur Strasse zu Stossen. Wir müssen leider feststellen, dass dem auch so ist. Ohne Feldstecher ist hier nichts zu sehen und mit sind es auch "nur" rot glühenden Punkte welche ca. 3 Meilen entfernt sind. Immerhin werden diese Punkte mit der kommenden Dunkelheit auch von blossem Auge sichtbar. Nichts desto trotz ist die Strasse einen Ausflug wert, denn die Strasse hört plötzlich auf, da sie von Lava zugedeckt wird. Wir folgen dieser "Strasse" noch ein bisschen und stossen auf kleine Strassenstücke, welche inmitten der Lava noch frei sind und sogar Strassenschilder welche von der Lava umflossen wurden und jetzt eine festen "Bestandteil" derselbigen bilden.

Tag 105 (98), 09. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Wir begeben uns als Erstes zum Mauna Loa Lookout, da dieser am Morgen am Besten sein soll. Die Aussicht wird jedoch auf der einen Seite von dichten Wolken zu Nichte gemacht. Wir hiken entsprechend noch ein bisschen den Trail hinauf und hoffen von oben auf die andere Seite sehen zu können. Der Aufstieg ist jedoch ziemlich gemein, da dieser treppenartig verläuft. Es sieht von unten jeweils so aus, als dass man von weiter oben etwas sehen kann, aber wenn man dann da oben ankommt, ist dies bloss der Anfang von der nächsten "Stufe". Etwa nach der dritten Stufe schnallen auch wir es und machen uns verarscht wieder auf den Abstieg :o(.
Danach begeben wir uns auf den Pu'u Huluhulu Trail, welchen man jedoch nur für ca. 2 Kilometer begehen kann; will man den Weg weiter bewandern braucht man ein Permit; dieses wird gratis ausgestellt, sie wollen im Falle eines Ausbruchs einfach wissen ob sich Leute in dieser Region befinden. Wir wandern wieder über die bizarrsten Lavaformen und geniessen am Ende eine super Aussicht über die gesamte Lavalandschaft von der kleinen, auf einem Hügel befindlichen Plattform. Von hier aus sieht man auch den sensationellen, stark rauchenden Po o Vulkan.
Zum Abschluss des heutigen Tages besuchen wir noch die Thurston Lava Tube, eine Höhle, welche dadurch gebildet wurde, dass die von aussen abkühlende Lava die noch heisse und flüssige Lava eingeschlossen hat. Diese ist dann wie Wasser langsam abgeflossen und hat die leeren Höhlen zurückgelassen. Der "normale" Teil ist bis auf den Eingang, welcher sich in einer dschungelartigen Senke befindet nicht allzu spektakulär. Man hat jedoch die Möglichkeit, die Höhle bis zu derem Ende zu begehen, braucht dazu jedoch unbedingt eine Taschenlampe. Heidi geht entsprechend schnell zum Auto zurück um ihre Stirnlampe zu hohlen und wir machen uns auf den Weg. Es ist stockdunkel und Heidi wird es nach kurzer Zeit ein bisschen unheimelig und geht zurück zum Ausgang. Mano geht jedoch bis zum Ende, ca. 330 Meter. Wenn man hier die Taschenlampe ausmacht, befindet man sich in totaler Finsternis. Im Licht der Taschenlampe glänzen die nassen Wände mit ihren (noch) kleinen Stalagmiten und Stalaktiten silbrig und goldig; ein fantastisches Schauspiel.
Auf dem Rückweg zum Camping kommen wir noch bei der Volcano Vinery vorbei und entschliessen uns mal schnell reinzuschauen. Sie offerieren eine Gratisdegustation über deren ganzes Arsenal insgesamt 6 verschiedene Weine. Leider ist darunter nur ein Rotwein; aber da wir nun schon mal hier sind werden selbstverständlich alle degustiert ;o). Das überraschende ist, dass es sich bei 4 von den 6 Weinen nicht um "reine" Weine handelt, sonder um ein Gemisch aus Wein (Trauben) und diversen anderen "Frucht-" und "Blütensäften"; ein Weisswein wird zum Beispiel zu 50% aus Weintrauben und zu 50% aus der Guava Frucht hergestellt. Sie haben einen reinen Weisswein, welcher uns auch sehr gut mundet, aber ein möglicher Kauf kommt leider nicht in frage, da sie nicht ins Ausland exportieren dürfen und wir schlichtweg keinen Platz im Gepäck haben um diesen mit uns zu nehmen.

Tag 106 (99), 10. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Heute ist Strand Tag. Wir besuchen zuerst einen Black Sand Beach; und tatsächlich handelt es sich hierbei um einen schwarzen Sandstrand. Anscheinend entstehen diese, wenn Lava ins Meer fliesst und diese wie Glass zersplittert. Diese "Splitter" werden dann vom Meer weggetragen und an einem anderen Ort wieder an Land gespült. Solche Strände können eine Lebensdauer von einigen Tagen bis zu einigen Jahrzehnten aufweisen. Obwohl der Sandstrand wunderschön anzuschauen (und photographieren) ist, ist dieser Menschenleer. Kein wunder bei der Hitze! Wir sind um ca. 09:00 Uhr am Strand und es ist bereits schon jetzt ziemlich heiss hier, aufgrund der niederbrennenden Sonne und des schwarzen Sandes.
Nach diesem wunderbaren Erlebnis machen wir uns auf den Weg zum nächsten Strand, dem Green Sand Beach. Dieser befindet sich am südlichsten Punkt der Big Island und somit auch am südlichsten Punkt der USA; ungefähr auf der Höhe von Mexico City! Da der Strand jedoch nicht mit dem Auto erreicht werden kann, verzichtet Heidi auf den 6 Meilen Roundtrip und bleibt beim Auto zurück und liest. Mano will sich dieses einmalige Schauspiel natürlich nicht entgehen lassen und macht sich auf den Weg. Der Weg führt die ganze Zeit der Küste entlang und ist entsprechend sehr kurzweilig. Schon bald sind auf dem Weg auch die ersten Spuren von (tatsächlich) grünem Sand ersichtlich. Schlussendlich führt der Weg auf eine kleine Klippe hinauf und man hat als erstes einen wunderbaren Panorama Blick auf den wunderschönen Strand. Nicht nur ist der Strand tatsächlich grün, auch das Wasser ist super klar und bietet einen super Kontrast mit den dunklen, fast schwarzen Felsen. Selbstverständlich klettere ich noch den doch ziemlich steilen Weg hinunter zum Strand und gönne mir auch ein erfrischendes Bad an diesem Menschenleeren, einmaligen Strand.
Auf unserem Weg zum dritten, diesmal normalen Strand kommen wir am Pu'uhonua o Honaunau National Historic Park vorbei und statten diesem auch einen kurzen Besuch ab. Diese Anlage war ursprünglich eine Zufluchtsstätte für die Einwohner während Kriegen; wer sich auf diesem neutralen Boden aufhielt durfte nicht angegriffen werden. Die Anlage ist relativ klein, aber wunderschön hergerichtet (so könnte in etwa das Paradies aussehen!); mit einem kleinen Sandstrand (ursprünglich die Anlegestelle für die königlichen Boote) in welchem sich auch einige grüne Meeresschildkröten tummeln.
Wir beschliessen vor dem Strand noch unseren Schlafplatz ausfindig zu machen. Da wir jedoch unterwegs keinen Camping finden, besuchen wir in Captain Cook die Public Library um im Internet nach zu schauen. Hier müsste man jedoch eine Mitgliederkarte für US$ 10.00 kaufen, also lassen wir es bleiben. Die Bibliothekarin rät uns diesbezüglich beim lokalen Bed and Breakfest nachzufragen. Hier kann man uns jedoch auch nicht wirklich weiterhelfen und man verweist uns nach Kailua-Kona, wo es Internet Cafés hat. Wir besuchen das erste welches wir finden und treffen auf zwei nette einheimische, welche uns an einen örtlichen Sandstrand verweisen, wo man anscheinend gratis campieren kann. Wir vertrauen ihnen und entscheiden uns hier zwei Nächte zu bleiben. Entsprechend reservieren wir nur noch die letzten zwei Nächte auf staatlichen Campgrounds.
Als wir jedoch beim besagten Sandstrand ankommen, müssen wir feststellen, dass hier Campen verboten ist.... Wir fragen ein paar Einheimische welche sich gerade hier aufhalten und diese empfehlen uns einen Ort, welcher ein bisschen weiter zurück in Richtung Kailua-Kona liegt. Die Zufahrtsstrasse scheint uns jedoch nicht ganz mietwagentauglich und so fahren wir wieder ganz zurück nach Kailua-Kona um uns dort weiter umzuschauen. Nun, wir kurven noch ein paar Meilen, befragen noch ein paar Einheimische und gehen auch nochmals in einem Internet Café vorbei. Nun, schlussendlich enden wir am Hafen wo wir auf dem Parkplatz im Auto übernachten...

Tag 107 (100), 11. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Wir haben die Nacht überstanden! Es war schon ein bisschen unheimlich, sehr sehr stickig und ziemlich unbequem (Kornflakes Schachtel als Kopfkissen :o) im Auto. Deshalb sind wir auch schon früh auf. Um 06:00 Uhr machen wir uns auf dem Weg zum Captain Cook Monument. Zuerst jedoch Frühstücken wir am Strand, von wo aus wir bereits einen ersten Blick auf das Captain Cook Monument und sich im Wasser tummelnde Spinner Delfine werfen können. Wir überlegen uns entsprechend ein Kajak zu mieten um sowohl die Delfine als auch das Monument zu sehen. Leider ist uns die Miete für ein Kajak zu teuer (US$ 45.00). Mano entscheidet sich deshalb das Monument auf dem Landweg zu besichtigen; 4 Meilen pro Weg.
Heidi: Nachdem ich Mano abgeladen habe, erkundige ich mich nach möglichen Schnorchel oder Boogie Board Vermietungen. Der dritte Laden war dann am billigsten. Da ich mich zwischen der Schnorchel Ausrüstung und dem Boogie Board noch nicht entscheiden konnte, ging ins Cafe daneben und trank einen Mate Tee auf der Terrasse mit Ausblick auf das Meer. Nach dem feinen Tee habe ich mich für den Boogie Board entschieden, welcher US$ 7.- kostet. Danach ging es retour zur Bay. Ich versuchte mit dem Board bis zum Captain Cook Monument zu schwimmen, doch es hat leider wegen Zeitmangel nicht ganz gereicht (1/4 vom Weg fehlte noch). Das ist jedoch nicht so schlimm, denn die Delfine waren viel schöner. Der Schwarm mit etwa 20 bis 30 Delfine war 3 mal im meiner Nähe. Einmal waren sie so nahe, dass ich sie fast hätte berühren können und es waren auch einige Baby Delfine darunter.
Mano: Ich mache mich zügig auf den Weg, da ich pünktlich wieder retour sein soll. Der Weg ist gleich von Anfang an ziemlich ungemütlich: Kniehohes Gras überwuchert den Weg, links und rechts säumen ca. 3 Meter hohe Pflanzen (Bäume, Büsche, Gräser you name it) den Weg bzw. hängen quer über denselben. Zusätzlich ist das ganze noch Nass vom Tau (oder Regen) und einige Pflanzen haben spitzige und scharfe Blätter welche einem die ganzen Beine mit kleinen Schnitten übersähen (lange Hosen empfehlenswert). Nach dem ich die kurz vor mir gestartete Familie überhole, wird es noch ungemütlicher: ca. all Meter laufe ich in ein Spinnennetz.... uaaah; so ein Tag....... Nach etwa einer Meile wird der Pfad ein bisschen breiter und entsprechend muss man sich nicht mehr durch das z. T. doch recht dichte Buschwerk kämpfen; aber die Spinnennetze bleiben. Bereits nach einer halben Stunde erreiche ich das Monument; scheint, dass es sich hier um einen 4-Meilen-Roundtrip und nicht one way handelt. Na ja, jetzt bleibt mir halt mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten. Das Monument ist total unspektakulär und ich bereue es fast, mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben. Da ich noch viel Zeit zum Totschlagen habe, spaziere ich ein bisschen dem Strand entlang, weg vom Festland. Ein weiser Entscheid. Hier bietet sich mir ein wunderbares Bild: Schwarze Lava-Klippen welche von weissen Korallen und weissen Sandplätzen unterbrochen werden. Durch das Meer erodiert sind hier die skurrilsten Felsformationen entstanden. Zusätzlich hat es überall kleine Pfützen, welche wohl durch die Flut oder aber hohen Wellengang entstanden sind. In diesen kleinen Aquarien tummeln sich jeweils massenhaft diverse Fische. Nach dieser angenehmen Exkursion mache ich mich wieder auf den Rückweg, welcher jetzt zumindest trocken und praktisch frei von Spinnenweben ist.
Pünktlich um 11:45 Uhr treffen wir uns wieder beim Ausgangspunkt. Das Mittagessen nehmen wir wieder am Strand zu uns, nur leider fängt es noch an zu regnen, bevor wir fertig gekocht haben. Wir improvisieren ein Dach mit unserer Zeltplache und lassen es trotzdem schmecken. Anschliessend machen wir uns auf den Weg zum Mahukona Beach Park Camping wo wir am späteren Nachmittag eintreffen. Der Rest des Tages/Abends verbringen wir beim Camping mit Workout, Lesen, Essen und pläuderlen ein bisschen mit einem Ami-Paar aus Los Angeles. Der Zeltplatz ist sehr schön gelegen, direkt am Meer aber leider ohne Sandstrand und sehr sehr vielen Fliegen. Mit dem wunderschönen Sonnenuntergang verziehen sich zum Glück auch diese langsam.

Tag 108 (101), 12. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Nach einer kurzen Nacht; eine einheimische Familie hat die halbe Nacht auf dem Camping verbracht und so ziemlich keine Rücksicht auf die Gäste genommen, machen wir uns nach einem fliegenhaltigen Frühstück auf den Weg zum Pololu Valley Lookout. Aufgrund der entgegenscheinenden Morgensonne sind die Lichtverhältnisse jedoch nicht optimal, aber der Aussichtspunkt ist trotzdem sehenswert. Es hat noch einen reizvollen Pfad, welcher (so wie es aussieht) ans Meer runter, zu einem Menschenleeren Strand führt. Wir entscheiden jedoch weiter zu gehen und fahren bis nach Waimea, kehren jedoch von hier wieder um, da das Waipi'o Valley, welches wir eigentlich besuchen wollen morgen eh auf dem Weg liegt.
Wir beziehen unseren Zeltplatz und gehen danach ein bisschen Sünnelen, am anscheinend schönsten Strand von Big Island (Hapuna Beach). Es geht jedoch den ganzen Tag ein ziemlich heftiger Wind, welcher zwar die Temperatur ein bisschen angenehmer erscheinen lässt, aber das Meer und den Sand ziemlich aufwühlt. Das Nachtessen geniessen wir bei unserem Camping zu einem wunderschönen Sonnenuntergang. Danach versuchen wir noch Quin anzurufen, welcher uns angeboten hat, nach unserer  Rückkehr in Los Angeles abzuholen und bei ihm zu übernachten (Zelten im Garten), was jedoch erfolglos bleibt. Wir betiteln noch die kürzlich gemachten Photos und schreiben ein bisschen an unseren Erlebnissen.

Tag 109 (102), 13. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Wir machen weiter wo wir gestern aufgehört haben und begeben uns auf den Weg zum Waipi'o Valley. Wir parkieren unser Auto beim Lookout und geniessen eine viel versprechende Aussicht. Kurz darauf sind wir unterwegs ins Tal. Es führt nur eine Strasse hinunter welche aufgrund des Gefälles von 25% nur für 4WD's geöffnet ist. Tatsächlich sind einige Abschnitte ziemlich steil, aber da der Abstieg relativ kurz ist, stellt dies kein Problem dar. Das Tal ist dicht bewachsen und die Luft weist eine hohe Luftfeuchtigkeit auf, entsprechend ist unser Weg zu den Wasserfällen ziemlich schweisstreibend aber gleichwohl sehr schön. Auf unserem Weg machen wir die ersten Photos von den Falls und fragen einen Guide nach dem genauen Weg. Dieser empfiehlt uns jedoch nicht unbedingt bis zu den Falls zu gehen, da diese a) aufgrund des relativ geringen Niederschlags nicht viel Wasser führen und b) die Mücken auf dem Weg ziemlich schrecklich sein müssen. Wir entschliessen entsprechend die Falls sein zu lassen und da die einzige Alternative darin besteht noch weiter ins Tal hinein zu wandern, entschliessen wir uns umzukehren um dem Strand noch einen kurzen Besuch abzustatten.
Vom Strand aus hat man einen wunderbaren Aufblick zum Rand des Tales, aber der Strand an und für sich hat eigentlich nicht allzu viel mit Strand zu tun, da dieser aus z. T. ziemlich grossen Lavasteinen besteht und nicht Sand. Wir machen gleichwohl eine kleine Pause und Mano versucht eine Kokosnuss (mit allem drum und dran) mit Stock und Stein zu öffnen, gibt jedoch nach einer kleinen Weile wieder auf, da der Fortschritt zu bescheiden ist. Danach machen wir uns wieder an den Aufstieg, welcher ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nimmt als der Abstieg, aber gleichwohl Spass macht.
Über Mittag fahren wir zu unserem Campingplatz. Die Anfahrt führt uns durch dichten Dschungel und wir beginnen uns zu wundern wo uns dieser Weg hinführt, als wir schlussendlich am Camping ankommen, welcher doch am Meer gelegen ist und einen wunderschönen Rasenplatz hat. Wir wollen hier auch noch z'Mittag essen und Spaghetti kochen als uns das Gas ausgeht bevor das Wasser heiss ist. Nun, jetzt gibt es halt "nur" Sandwiches.
Den Nachmittag verbringen wir in Hilo in der Herberge, da hier das Internet am billigsten ist und lesen und schreiben ein paar Mails und sammeln weitere Informationen über Mexico. Wir versuchen dann noch eine Gasflasche für unseren Kocher aufzutreiben, müssen jedoch feststellen, dass wir dieses Format hier anscheinend nicht bekommen. Entsprechend gibt es wieder einmal McDonalds zum z'Nacht. Zurück beim Camping wollen wir noch ein bisschen draussen lesen und Photos zu beschreiben, aber durch das Licht werden tausende von Insekten angelockt und entsprechend verschieben wir die Aktionen ins Auto bzw. ins Zelt.

Tag 110 (103), 14. September 2004 / Hawaii (Big Island)
Unser letzter Tag auf Hawaii. Wir frühstücken ohne heissen Kaffee oder Tee ;o( aber nichts desto trotz machen wir uns gesättigt und wach auf den Weg zu den Akaka Falls, welche sich nur ein paar Minuten von unserem Zeltplatz befinden. Die Falls sind wunderschön gelegen, führen jedoch auch ein bisschen wenig Wasser und können leider nur aus der Ferne bewundert werden da kein Weg hinunter führt. Nach diesem kleinen, schönen Morgenspaziergang gehen wir wieder zurück zu unserem Campingplatz um unsere Sachen für den Rückflug zusammenzupacken. Es ist nicht das erste Mal, nimmt aber gleichwohl noch immer ziemlich viel Zeit in Anspruch.
Nach dem wir es endlich geschafft haben, machen wir uns auf den Weg zum Flughafen um uns noch über einen allfälligen Helikopterrundflug zu informieren. Da uns der billigste jedoch über US$ 120.00 pro Person kosten würde, lassen wir es schlussendlich sein und gehen noch ein bisschen shoppen; na ja zumindest Heidi. Heidi geht dann noch ein bisschen an den Strand während Mano am Flughafen liest. Wir geben das Auto zurück, checken ein und sind dann schon bald auf dem Weg über Oahu nach Los Angeles.

Tag 111 (104), 15. September 2004 / Hawaii (Big Island) - Long Beach
Obwohl wir aufgrund einer Militärübung einen Umweg über San Francisco (ohne Landung!) fliegen müssen, kommen wir 20 Minuten früher als geplant an; und nicht wie gedacht mit 20 Minuten Verspätung. Quin (wir haben ihn schlussendlich doch noch erreichen können) hat sich extra einen Tag frei genommen und kommt uns vom Flughafen abholen. Danach fahren wir zuerst nach Hause hängen ein bisschen rum, waschen unsere Kleider und essen zu Mittag.
Den Nachmittag verbringen wir mit Sightseeing. Zuerst schauen wir den Rodeo Drive in Bel Air an, wo wir ein bisschen herumstrollen; hier sind alle Marken vorhanden welche einen gewissen Namen haben (Versace, Armani....); so kommen wir zumindest nicht in Versuchung etwas zu kaufen. Nach dem wir uns den sehenswerten Drive angeschaut haben, machen wir uns über den Sunset Boulevard auf den Weg nach Hollywood um uns die Buchstaben anzuschauen. Wir fahren auf gut Glück den Hügel hinauf (es gibt in diesem Quartier anscheinend nicht all zu viele Standorte von wo aus man die Letters gut sehen kann) und finden doch relativ schnell einen guten Platz wo wir unsere Photos schiessen können. Da wir schon in Hollywood sind, müssen wir uns logischerweise auch den Hollywood Boulevard und das Chinese Theatre reinziehen. Der Boulevard (wo die Sterne im Bürgersteig sind) ist nicht allzu spektakulär aber wenn man sich schon hier befindet muss man sich diesen irgendwie auch anschauen. Das Chinese Theatre (hier befinden sich die zementierten Hand- und Fussabdrücke der Stars) kommt viel eindrücklicher daher; nicht nur weil sich das ganze nicht über mehrere Meilen hinweg erstreckt, sondern weil sich das Ganze auch vor einer ziemlich eindrücklichen Kulisse, eben dem Chinese Theatre, befindet.
Jetzt machen wir uns auf den Weg zum Dodgers Stadium, wo wir über das Internet 3 Plätze gebucht haben und uns das Spiel gegen die Padres anschauen wollen. Leider fahren wir vom Hollywood Boulevard in die falsche Richtung und kommen entsprechend in den zweifelhaften Genuss der L. A. Rush hour. Schlussendlich kommen wir jedoch gerade zur Rechten Zeit beim Stadion an und verpassen nichts vom Spiel. Die Padres legen gleich von Anfang an los und gehen im top of the first Inning mit 2:0 in Führung. Die Dodgers stehen ihnen jedoch in der zweiten Hälfte des ersten Innings in nichts nach und die ersten 5 Batter erreichen alle durch einen Single die Base. Am Ende des ersten Innings führen die Dodgers mit 3:2. Schlussendlich gewinnen die Padres mit 7:3. Das Spiel hat gleichwohl viel Spass gemacht, auch wenn die Stimmung der Heim-Fans am Ende nicht mehr all zu gut war. Nach dem Spiel machen wir uns auf den (mehr oder weniger direkten ;o) Heimweg.

Tag 112 (105), 16. September 2004 / Long Beach
Wir schlafen bis um 10:30 Uhr aus. Den Rest des Tages verbringen wir dadurch, dass wir mit unserer Mexico Vorbereitung weitermachen und im Starbucks Mails lesen und schreiben; die haben hier eine ungesperrte Wireless-Verbindung welche wir nutzen; klar trinken wir noch einen Kaffe dazu, aber gleichwohl kommen wir so um einiges billiger als wenn wir in eine Internet Café gehen würden. Am Abend lernen wir noch Greg kennen, welcher zusammen mit Randy  und Quin auch hier wohnt. Wir verfolgen die Anaheim Angels im Fernsehen, geniessen Gregs Chicken-Noodle-Soup und unterhalten uns über Gott und die Welt.

Tag 113 (106), 17. September 2004 / Long Beach
Mexico Vorbereitung Teil II. Wir schlafen nicht mehr ganz so lange wie gestern, Frühstücken etwas kleines und sind bald schon auf dem Weg ins Shopping Center; da wir in nächster Zeit nicht mehr fliegen werden, schauen wir, ob wir hier einen kleinen Gastank für unseren Kocher finden können. Nach einigem Suchen werden wir im Sport Chalet fündig und kaufen uns einen kleinen Butane/Propane Tank für knapp US$ 3.00. Auf dem nach Hause Weg schauen wir selbstverständlich noch schnell im Starbucks vorbei um ein bisschen zu surfen. Nach der Arbeit kommt uns Quin im Starbucks abholen und wir gehen noch für ein BBQ einkaufen: es gibt leckere Steaks, Maiskolben und Baked Potatoes.

Tag 114 (107), 18. September 2004 / Long Beach
Wir stehen "normal" spät auf. Quin wollte heute (Samstag) eigentlich arbeiten gehen, aber es ist ihm nicht so wirklich zu Mute. Er entschliesst sich, den Tag mit uns zu verbringen. Wir entscheiden uns, wieder einmal ins Kino zu gehen; vor allem auch weil es sich bei "Mr. 3000" wohl um einen (Baseball-) Film handelt welcher es nicht bis auf die Schweizer Leinwand schaffen wird. Der Film ist absolut sehenswert und wir verbringen entsprechend eine gute Zeit; Im Film geht es um einen arroganten Baseballstar, welcher, nach dem er seinen 3000 Hit geschlagen hat, sofort mit Baseballspielen aufhört - bis sie 9 Jahre später herausfinden, dass er aufgrund eines Scoring Fehlers tatsächlich nur 2997 Hits geschlagen hat. Die ganze Geschichte wird selbstverständlich mit viel Humor und Baseball dargestellt; und ein bisschen Wahrheit.
Danach gehen wir noch kurz einkaufen und ins Starbucks; während wir ein bisschen bezüglich unserem Mexico Aufenthalt herumsurfen (Mano versucht Juliana's Kontaktperson per Mail zu erreichen, da es telefonisch nicht geklappt hat) versucht Quin für heute Abend eine Bar ausfindig zu machen wo wir uns allenfalls den Oscar de la Hoya Kampf ansehen können. Leider hat keiner von uns Erfolg. So hängen wir wieder zu Hause herum und geniessen Greg's Chili zusammen mit den Schönheiten der USA (Miss USA-Wahl).

Tag 115 (108), 19. September 2004 / Long Beach
Heute ist die Sonne überraschenderweise schon um 08:00 Uhr draussen; die letzten Tage mussten wir jeweils bis zum Nachmittag auf sie warten. Da es jetzt relativ schnell heiss wird, sind wir auch schon ziemlich bald auf den Beinen. Wir machen uns wieder einen gemütlichen Morgen und hängen ein bisschen mit den Jungs rum. Randy und Greg verabschieden sich nacheinander von uns, da sie heute bereits was los haben. Während Quin an seiner Falttüre bastelt benutzen wir sein Auto und gehen einkaufen, da die Busfahrt nach Mexico doch ca. 18 Stunden dauern wird. Nach dem wir dann auch unsere Bustickets in der Tasche haben (Long Beach - Hermosillo für US$ 68.00 pro Person) machen wir uns wieder auf den Rückweg. Am Nachmittag packen wir unsere Sachen fertig, schauen noch ein bisschen Football und gehen am Abend mit Quin ins Yardhouse. Hier geniessen wir noch ein Bierchen und Nachos, bis es Zeit ist Aufwidersehen zu sagen. Quin fährt uns noch zur Busstation und dann geht unser Abenteuer weiter.
Unser Bus fährt überpünktlich ab, um 21:45 Uhr anstatt 21:55 Uhr. Unsere Fahrt führt uns zuerst nach Norden, nach Los Angeles wo wir das erste Mal umsteigen müssen. Kurz darauf stecken wir für zwei Stunden fest. Unser Idiot von Busfahrer hat es fertig gebracht, den Bus vor einer Tankstelle auf Grund zu fahren. Die Räder drehen durch und wir kommen weder vor noch zurück. Auch die Polizei und eine nahe gelegene Baustelle können uns nicht weiterhelfen. Wir müssen warten bis Abschleppdienst kommt und uns nach ca. 2 Stunden Wartezeit freizieht. Schlussendlich nehmen wir wieder Fahrt auf und sind endlich wieder unterwegs in Richtung Tuscon.